Immaterielles Kulturerbe der UNESCO

Alpinismus

Alpinismus ist mehr als Bergsteigen – er ist gelebte Praxis im weglosen Hochgebirge. Er umfasst Techniken wie das Gehen im felsigen Gelände, den Umgang mit Seil, Pickel und Steigeisen sowie das Einschätzen von Gefahren wie Steinschlag oder Gletscherspalten. Diese Kultur beruht auf gemeinsamem Wissen über alpine Umwelt, Geschichte und Werte – von der Ästhetik der Routen bis zur Eleganz der Bewegung. Verschiedene Verbände wie der Schweizer Bergführerverband sichern durch Ausbildung und Austausch den Wissenstransfer. Der Alpinismus findet seine Anfänge in der Schweiz und erlebte seine erste Hochblüte unter britischem Einfluss im 19. Jahrhundert. Seither hat er sich in vielfältige Spielarten entwickelt. Er vereint technisches Können, ethische Prinzipien, Gemeinschaftserlebnis und Respekt vor der Natur – als lebendige alpine Tradition.

Steckbrief
Datum der Eintragung

2019

Kategorie

Immaterielles Kulturerbe

Region

Schweiz: Alpenraum

Andere Länder: Frankreich und Italien

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